X-Men: Der letzte Widerstand

Da wäre durchaus mehr drin gewesen... vielleicht hat sich das Mutanten-Thema im dritten Anlauf aber auch einfach nur totgelaufen. Eigentlich bietet der Rahmen ein enormes Potential und gewisse neue Ansätze wie z.B. der subjektiv empfundene gestiegene Härtegrad und die zum Teil düsterere Atmosphäre sind in "X-Men: Der letzte Widerstand" durchaus zu begrüßen.
Zum ganz Großen fehlt es dann leider dennoch. Die Ambivalenz von extrem guten und dann wieder enttäuschenden SFX macht den 3. Teil der X-Men-Saga zu einem Erlebnis der durchwachsenen Art. Störend erweist sich auch der inflationäre Ausfall einiger Hauptcharaktere, die beinahe nebensächlich und zum Teil völlig belanglos das Zeitliche segnen, als wollte man sich ihrer möglichst schnell und unauffällig entledigen. Zudem weisen die anzutreffenden Dialoge ein unspezfisches Niveau irgendwo zwischen "total dämlich" und "pseudo-intellektuell" auf. Offenbar wurden alle Ressourcen für die SFX-Entwicklung benötigt.
Es kracht ja ganz ordentlich und i.d.R. auch sehr gut - wirklich überzeugen kann das ganze aber leider trotzdem nicht... zu holprig wirkt die ganze Story, die gerne mehr darstellen würde, als sie am Ende des Tages dann zu bieten hat... zu überladen ist das Ganze mit zig Charkateren, denen nicht annähernd der Freiraum geboten wird, um auch nur einen Einzelnen über das Rohstadium hinaus entwickeln zu können.
Nun gut, wir wollen die Kirche im Dorf lassen - es hätte auch schlimmer kommen können... 6/10



0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home