Hass - La Haine
"Hass - La Haine" ist eine beeindruckende Milieustudie und ein Frühwerk von Matthieu Kassovitz (Die Purpurnen Flüsse, Gothika) über 3 Jugendliche ohne Zukunft in einem Pariser Vorstadtsghetto.Abdel, eine Junge aus dem "Viertel", wird während einer Polizeikontrolle so zusammengeschlagen, dass er fortan im Koma liegt. Aufgeheizt durch die ständigen Übergriffe der Polizei wird es im Viertel immer brenzliger, mittendrin der Araber Saïd, der Jude Vince und der Farbige Hubert. Innerhalb von 24 Stunden geraten die drei von einer scheinbar ausweglosen Situation in die nächste, angetrieben vor allem durch den aggressiven Vince, der in einer gefundenen 44er Smith & Wesson sein Mittel zur Vergeltungsausübung sieht.
Nach einer schweißtreibenden Nacht eskaliert schließlich die Gewalt...
Der Film ist in wunderbarem schwarz/weiß gehalten, die die triste Vorstadtsszenerie atmosphärisch unterstreicht. Die Bilder sind äußerst sorgfältig komponiert, die Kamerafahrten geradezu revolutionär und nicht minder sensationell. Insbesondere Vincent Cassel demonstriert einmal mehr sein ganzes schauspielerisches Können. Der Soundtrack ist intensiv und fügt sich stimmig in das Gesamtbild ein.
FAZIT: Ein kleines Filmjuwel, das zurecht nun endlich eine würdige dt. DVD-Umsetzung erhalten hat. Meisterlich. 9/10
Filmzitat: Dies ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem 50. Stock von einem Hochhaus fällt. Und während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen, immer wieder: "Bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut...". Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.



Lost Highway








Tom Tykwers

