Undisputed 2

Im Internet fast schon zu Tode gehypet, habe ich mir nun auch Isaac Florentine's neueste Regiearbeit zu Gemüte geführt. Zugegeben, "Undisputed 2" hat ein paar ausgezeichnete Fightsequenzen und Michael Jai White darf ein paar nette Oneliner loslassen. Auch die Musik ist stellenweise richtig gut und unterstreicht das anfangs hohe Tempo des Films sehr gut.
Leider kann der Film das hohe Anfangstempo insbesondere in der zweiten Hälfte leider nicht halten, so dass man zwischen den Kämpfen schon mal etwas unruhig werden kann - denn soviel steht fest: Der Film lebt ganz klar von der Martial Arts... tiefschürfende Dialoge oder eine komplexe Handlung darf man in einem Knastfighter-B-Film dieser Art natürlich nicht erwarten.
Ein weiterer großer Schwachpunkt ist, wie so oft in letzter Zeit im Actiongenre (und beispielsweise auch bei praktisch jedem Seagal-Film der letzten Jahre) beobachtbar, dass der Film aus Budgetgründen mal wieder im Osten produziert wurde. Die meisten Schauspieler haben sodenn auch ihre liebe Not, die (wenn auch kurzen) englische Sätze mehr schlecht als recht über Ihre Lippen zu bringen - zum Glück gibt es ja noch Untertitel zum Mitlesen. Manchmal hat man fast schon ein bißchen Mitleid, wenn die russischen (?) Schauspieler versuchen, Ihre Sätze irgedwie herauszuwürgen. Ein weiterer Schwachpunkt ist der viel zu kurze Endkampf und die darauffolgende Herz-Schmerz-Sequenz, die der geneigte Actionfilm-Freund so sehr braucht, wie die 45. DTV-Steven-Seagal-Premiere. Auch hinsichtlich der Kampfszenen hätte ich mir etwas weniger Slow-Fast-Motion-Spielerei gewünscht - eine etwas unverfälschtere und bodenständigere Optik hätte Ihre Wirkung sicherlich nicht verfehlt.
FAZIT: Aufgrund der vielen Vorschusslorbeeren und des starken Internet-Hypes um diesen Film bin ich doch ein wenig enttäuscht. Vielleicht bin ich aber auch einfach kein Die-Hard-B-Film-Fan, sondern besser mit A-Produktionen bedient. 5/10



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