Sonntag, September 03, 2006

Match Point

Ein wahrlich exquisiter Film vom Großmeister Woody Allen. Match Point ist einer dieser Filme, die trotz (oder besser: gerade wegen) ihrer gemächlichen Gangart äußerst überzeugend beim Rezipienten ankommen.

Die Geschichte dreht sich um einen ehemaligen Tennisprofi (Jonathan Rhys Meyers), der aus kleinen Verhältnissen kommt und sich durch seinen Tennistrainerjob in einem exklusiven Nobelclub und einer eher berechnenden Liaison mit der steinreichen Tochter eines einflussreichen Geschäftsmann kontinuierlich in der Londoner High Society nach oben arbeitet. Das er dabei eine heimliche Affäre mit der Verlobten (Scarlett Johansson: Lost in Translation, Die Insel) seines Schwagers in Spe führt, und diese schließlich von ihm schwanger wird, lässt das sorgfältig aufgebaute Kartenhaus aus Lügen und kaltem Kalkül nach und nach zusammenfallen...oder doch nicht?

Schauspieler, Regie, Plot und Score (ausschließlich klassiche Opernmusik - sehr schön anzuhören) sind ausgezeichnet. Das Ende des Film bietet neben einem bitterbösen Ausflug in Hitchcock'sche Gefilde noch einen äußerst überraschenden und sehr gelungenen Plottwist - famos!

9/10 für Liebhaber des gehobenen Films, aber: "In Englisch, please!"